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20.01.2009 | Bezirksapostel Urs Hebeisen leitet die Neuapostolische Kirche in Südostasien
Yogyakarta/Zürich. Eine Ära ist zu Ende gegangen: 23 Jahre lang war Bezirksapostel Alfons Tansahtikno verantwortlich für die Neuapostolische Kirche in Indonesien. Seit Sonntag, 18. Januar 2009, lebt er im wohlverdienten Ruhestand. Sein Nachfolger ist Bezirksapostel Urs Hebeisen (56), der künftig nicht nur die Kirche in Indonesien, sondern in vielen anderen Ländern Südostasiens leiten wird.
Stammapostel Wilhelm Leber, der internationale Leiter der Neuapostolischen Kirche, war nach Yogyakarta gereist, um den langjährigen indonesischen Bezirksapostel Tansahtikno (65) in den wohlverdienten Ruhestand zu versetzen. Er hob besonders dessen Beständigkeit und starke Glaubensüberzeugung hervor. Bereits mit 16 Jahren war er als Diakon in einer Stadtgemeinde in Bandung tätig. 1985 ordinierte ihn der damalige Bezirksapostel Richard Fehr im Auftrag des erkrankten Stammapostels Hans Urwyler zum Bezirksapostel für Indonesien. Alfons Tansahtikno arbeitete also 49 Jahre lang als Amtsträger der Kirche – eine wahrhaft lange Zeit! Sein Lebensmotto lautet: „Alles, was der Herr geredet hat, will ich tun.“ In einem Land mit über 200 Millionen Einwohnern, von denen nur etwa neun Prozent christlichen Kirchen angehören, ist das keine leichte Aufgabe. Stammapostel Leber in seinen Dankesworten: „Als liebevoller und gütiger Seelenhirte hast du die Herde Christi gehegt und gepflegt. Der Lohn des Herrn und unser Herzensdank sind dir gewiss.“
Neuer Bezirksapostelbereich Südostasien
Neuer Kirchenleiter in Indonesien und weiteren Länder in Südostasien ist nun Bezirksapostel Urs Hebeisen aus Manila (Philippinen). Der Stammapostel gründete mit der Ordination des neuen Bezirksapostels zugleich einen ganz neuen Bezirksapostelbereich, der künftig Südostasien heißen wird. Länder wie Brunei, China, Hongkong, Japan, Korea, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur, Taiwan, Thailand und Vietnam kommen zusammen. Insgesamt sind es 18 Länder mit gut 2.000 Gemeinden in Südostasien, die zu einem Bezirksapostelbereich vereint werden (wir berichteten).
Stammapostel Wilhelm Leber führte den Festgottesdienst in der Grand-Pacific-Halle in Yogyakarta durch. Er las den Bibeltext aus Kolosser 1,28 vor und appellierte an die Glaubensgeschwister, beständig im Glauben, in der Nachfolge, im Einssein, in der Liebe und in der Hoffnung zu sein.
Am Montag flog der internationale Kirchenleiter weiter nach Sumatra, wo er am Nachmittag einen Gottesdienst durchführte. Im Anschluss daran folgt ein sehr anstrengender Reiseteil nach Nordindonesien, wo er am Donnerstag einen weiteren Gottesdienst halten wird. Zum neuen Bezirksapostelbereich Südostasien gehören die Gebietskirchen Brunei, China, Hongkong, Indonesien, Japan, Laos, Macau, Malaysia, Myanmar, Palau, Philippinen, Sabah, Sarawak, Singapur, Südkorea, Taiwan, Thailand, Vietnam.
Quelle: www.nak.org
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02.06.2006 | Leitlinie im Umgang mit Aids
Die Neuapostolische Kirche heißt alle willkommen!
Zürich. "The New Apostolic Church will welcome those with HIV and Aids and their families with love and acceptance. The Christian response to a person with HIV/Aids must be compassionate, helpful, and redemptive. Jesus, as our example, cared for those with disease with a personal demonstration of God's love (Luke 5:12-16)." Mit diesen Worten beginnt die neue Leitlinie der Neuapostolischen Kirche über den Umgang mit HIV/AIDS.
Das Papier, auf der BAV Karlsruhe am 20.04.2006 beschlossen, fährt fort: "We believe in the value of human life as a gift from God, thus we believe that all people, healthy and diseased, are loved by God." Die Kirche drückt ferner ihre Auffassung aus, dass die Krankheit keine "Strafe Gottes" sei. Niemand, der an AIDS leidet, werde daher aus der Gemeinschaft neuapostolischer Christen ausgeschlossen. Im Gegenteil seien alle Kinder und Erwachsenen in den Gottesdiensten, der Sonntagsschule, in Jugendgruppen und bei anderen Aktivitäten willkommen.
Zugleich macht das offizielle Dokument deutlich, wie eine Ansteckung verhindert werden kann. Die Kirche empfiehlt darin den Gebrauch von Kondomen. Sie wendet sich gegen die Genitalverstümmelung von Frauen und den mehrmaligen Gebrauch von Injektionsnadeln bei Drogenmissbrauch.
Das offizielle Kirchendokument "Church Policy on AIDS and HIV" kann als PDF-Datei herunter geladen werden (nur in englischer Sprache verfügbar).
Seit 2001 gibt es bereits eine neuapostolische Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema HIV / AIDS und seinen Auswirkungen, vor allem in Afrika, beschäftigt. Der damalige Stammapostel Richard Fehr beauftragte Bezirksapostel Johann Kitching aus Johannesburg, aus kirchlicher Sicht Bemühungen und konkrete Lösungen für dieses humanitäre, soziale Problem aufzuzeigen. Erste Schritte waren Aufklärungsprogramme für Amtsträger und Glaubensgeschwister in den Gemeinden, besonders im südlichen Afrika. Seminare, die Vorsorge- und Schutzmaßnahmen erklären und von Medizinern und Pädagogen durchgeführt werden, stehen regelmäßig auf der Tagesordnung. Dabei kooperiert die Kirche in den einzelnen Ländern mit staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen und Netzwerken, die im Kampf gegen AIDS tätig sind.
Schwerpunkte der kirchlichen Arbeit im Jahr 2006 gegen AIDS sind die bessere Betreuung von Infizierten und ihren Familien. Es wird darauf geachtet, dass interaktive Patienten schneller heilen als die, die isoliert sind. Aufmerksamkeit und Pflege ist daher besonders wichtig. Auch die offene Information der Patienten soll verbessert werden.
Das Konzept der "Drama Groups" soll noch effektiver genutzt werden: Jugendliche spielen szenisch die richtigen Verhaltsweisen im Umgang mit HIV/AIDS nach. Außerdem werden eine neue Broschüre, ein neues Poster und eine Leitlinie für Amtsträger zu HIV/AIDS erstellt.
Ein Team innerhalb der kirchlichen Arbeitsgruppe entwickelt derzeit einen Lehrplan mit dem Schwerpunktthema 'Life Skills Development' für die Sonntagsschule und den Konfirmandenunterricht.
Weitere Auskünfte über den Umgang mit HIV/AIDS, die in Übereinstimmung mit der Haltung der Neuapostolischen Kirche stehen, lesen Sie auf der Webseite der Organisation Engender Health (http://www.engenderhealth.org/index.html).
AIDS ist eine chronische, lebensbedrohliche Erkrankung, die durch das human immunodeficiency virus (HI-Virus, HIV) verursacht wird. Das HI-Virus schädigt oder zerstört bestimmte Zellen der Immunabwehr. Dadurch kann der Körper Bakterien, Viren oder Pilze nicht mehr effektiv bekämpfen. Das Virus und die Infektion werden HIV genannt.
Quelle: www.nak.org




